was sind fette

Was sind Fette? Machen sie mich dick?

Bei der Frage: “Was sind Fette?”, denken die meisten Menschen wohl direkt an etwas Ungesundes. Viele Redensarten unserer Sprache deuten darauf hin, dass Fette nicht gut für den Körper sein können. Es heißt ja nicht ohne Grund, “Fett sein”, oder?

Beim Abnehmen willst Du Deinen Körperfettanteil senken, Du willst also das Fett aus Deinem Körper herausbekommen. Mit diesem Hintergrund scheint es klar zu sein, dass Du auf Fette verzichten solltest. Das ist aber vollkommen falsch. Fette übernehmen neben der Energiebereitstellung viele weitere Aufgaben in Deinem Körper. Deshalb sollten sie selbst in einer strengen Diät einen gewissen Anteil Deiner Nahrung ausmachen und dürfen auf keinen Fall komplett gestrichen werden, da Du ansonsten sogar gesundheitliche Schäden nehmen kannst. Wir müssen uns also auch der Frage widmen: “Für was sind Fette gut?”.

Damit ich Dir genau zeigen kann, welche Fette Du meiden und welche Du in Deinen Ernährungsplan einbauen solltest, müssen wir uns die Fette zunächst genauer ansehen. Du fragst Dich vermutlich, was sind Fette überhaupt? Fette bilden gemeinsam mit den Kohlenhydraten und den Proteinen die drei Makronährstoffe, aus denen unsere Nahrung aufgebaut ist. Unter Makronährstoffen versteht man die Hauptbestandteile der Nahrung, die vom Körper für verschiedene Zwecke verwendet werden. Die Fette nehmen dabei einen wichtigen Stellenwert ein. 

Wenn auch Du bisher zu den Menschen gehört hast, die Fette für schlecht bei der Ernährung halten, habe ich Dir etwas zu sagen. Es gibt spezielle Diäten, die hauptsächlich auf Fetten basieren (sogenannte ketogene Diäten) und deren Anwender können teilweise sehr beeindruckende Ergebnisse erzielen. 

Wie dieser besondere Fall der Diät zeigt, sind Fette also für Deinen Körper und Deine Ernährung nicht an sich schlecht. Es gibt auf der einen Seite zwar Fette, die schädlich sind und dem Körper mehr Schaden als Nutzen zufügen. Andererseits gibt es allerdings auch Fette, die auf jeden Fall in Deiner Ernährung enthalten sein sollten und wichtig für Dein Überleben und Deine Gesundheit sind. Wir werden uns der Frage widmen: Für was sind Fette gut?

Zunächst müssen wir die Fette allerdings noch unterteilen. Die Gruppe der Fette unterteilt sich einerseits in kurz-, mittel- und langkettige Fette, sowie in die Gruppe der gesättigten, einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Je nach Länge der Fettsäuren übernehmen die Fette unterschiedliche Aufgaben und können vom Körper langsamer oder schneller verarbeitet werden. Kurz- und mittelkettige Fettsäuren können schnell vom Körper verwertet werden und sind dadurch gut dazu geeignet, Energie bereitzustellen. Langkettige Fettsäuren müssen dagegen langsam abgebaut werden.

Was sind gesunde Fette und für was sind Fette gut?

Nun da wir die Frage: “Was sind Fette?”, geklärt haben, können wir uns der Frage: “Für was sind Fette gut?” widmen. Ich zeige Dir, bei welchen Fetten Du gerne zugreifen kannst. Grundsätzlich können wir die Gruppe der einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren als die gesunde Gruppe einordnen. Diese Fettsäuren übernehmen in Deinem Körper eine Vielzahl von wichtigen Aufgaben. Manche dieser Fettsäuren (Linol und Alpha-Linolsäure) kann Dein Körper nicht selbst herstellen, weshalb Du sie über die Nahrung zuführen musst. 

was sind pflanzliche fette

Diese Gruppe der Fettsäuren findest Du vorwiegend bei pflanzlichen Quellen.

Vermutlich weißt Du bereits, dass Fette vom Körper zur Energiebereitstellung verwertet werden. Neben dieser Aufgabe werden jedoch auch andere Aufgaben übernommen, die Fette für Deine Ernährung unverzichtbar machen. Für was sind Fette in Deinem Körper gut? 

→ Die Fette werden von Deinem Körper als doppelte Schutzschicht verwendet. In der kalten Jahreszeit kann Dir das Fett Deines Körpers einen guten Schutz gegen die Kälte bieten. Falls Du also eine Frostbeule bist, kann Dir eine Aufbauphase vielleicht gegen die Kälte helfen. Zudem schützt das Fett Deine Organe vor Schlägen.

→ Deine Zellmembranen (also die äußere Haut Deiner Zellen) besteht aus Fett, da es undurchlässig für Wasser ist und so den Wasserhaushalt Deiner Zellen konstant hält.

→ Fett löst die Vitamine A,D,E und K und kann diese so durch Deinen Körper transportieren.

→ Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren helfen Deinem Körper bei der Durchblutung und beugen so Bluthochdruck vor und helfen dabei, Deinen Blutfettwert zu regulieren. 

→ Zudem ist Fett ein Geschmacksträger und hält Dich nach einem Essen länger satt. Aus diesem Grund ist Fett auch in einer Diät ein erfolgreicher Helfer. 

Wenn Du Dich also fragst: “Was sind Fette, die für mich gesund sind?”, empfehle ich Dir vor allem Nüsse, Avocados, Leinöl und Fische. 

Was sind tierische Fette- Hilft der Burger meiner Gesundheit?

Nachdem wir uns die Gruppe der gesunden Fette angesehen haben, kommen wir nun zur Gruppe der ungesunden Fette. Was sind Fette tierischen Ursprungs und kann ich sie bedenkenlos essen?

Genau wie wir Menschen besitzt jedes Tier eine schützende Fettschicht. Vor allem bei Masttieren ist diese Fettschicht teilweise recht hoch. Bei diesen tierischen Fetten handelt es sich oftmals um gesättigte Fettsäuren. Diese gesättigten Vertreter der Fette aus tierischem Ursprung sind für eine gesunde Ernährung nicht geeignet. Sie kommen vor allem in Fleisch und Milchprodukten vor.

was sind tierische fette

Die gesättigten Fettsäuren werden in der Forschung als negativ für die Gesundheit bewertet, da sie bei übermäßigem Verzehr gesundheitliche Probleme hervorbringen können. Solltest Du also nach jedem Training erst einmal Fast Food zu Dir nehmen, um auf Deine Kalorien zu kommen, kann das für Dich ernste Konsequenzen haben. Zu diesen Folgen zählen:

→ Gesättigte Fettsäuren verursachen Bluthochdruck und damit einhergehende ernsthafte Erkrankungen, wie zum Beispiel Herzinfarkte und Schlaganfälle. Auch Diabetes, Übergewicht und teilweise sogar Krebserkrankungen werden mit den gesättigten Fettsäuren in Verbindung gebracht. 

Bei Deiner Ernährung solltest Du also darauf achten, nicht zu viele dieser gesättigten Fettsäuren durch tierische Fette zu Dir zu nehmen. 

Eine Ausnahme zu dieser Gruppe der ungesunden tierischen Fette bieten Fischprodukte. Diese weisen in der Regel einen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren auf und können für Deine Gesundheit sehr gut geeignet sein. 

Was sind gesättigte Fette- Wieso sind sie für den Körper schädlich?

Gesättigte Fette haben im Gegensatz zu ungesättigten Fettsäuren keine Doppelbindung zwischen den Kohlenstoffatomen. Da Du vermutlich kein Biologe bist, wird Dir diese Definition nicht sonderlich weiterhelfen. Was sind Fette, die gesättigt sind und wie wirken sie? Ich versuche, Dir möglichst einfach zu erklären, weshalb gesättigte Fette schädlich sind. 

was sind ungesunde fette

Da die Fettsäuren gesättigt sind, benötigen sie keine weitere Reaktion und sind deswegen nicht reaktionsfreudig. Das kannst Du Dir wie einen faulen Sonntagnachmittag vorstellen: Wenn Du schon satt bist, wirst Du nicht plötzlich aufspringen und Dir etwas zu Essen kochen, Du wirst also nicht reagieren. Wenn Du allerdings Hunger hast, wird er irgendwann so stark werden, dass Du die Serien links liegen lässt und Dich in die Küche begibst.

Da der Körper die gesättigten Fette stärker zu einer Reaktion anregen muss, wird die Verdauung aufwendiger. Dadurch kommt es zu einer höheren Cholesterinausschüttung welches die negativen Effekte bewirkt, über die wir eben gesprochen haben. 

Was sind ungesättigte Fette- Warum sind sie gesund für den Körper?

Die zweite große Gruppe, über die wir gesprochen haben, sind die ungesättigten Fette. Was sind Fette, die ungesättigt sind und warum sind sie gesund? Diese Fette kommen vor allem in pflanzlichen Produkten vor und verfügen bei einer einfachen Sättigung über eine doppelte Kohlenstoffverbindung und bei mehrfacher Sättigung über mehrere doppelte Kohlenstoffverbindungen. Je stärker die Fettsäure ungesättigt ist, desto reaktionsfreudiger ist sie auch. 

was sind gesunde fette

Für Deinen Körper bedeutet das, dass eine mehrfach ungesättigte Fettsäure sich quasi von selbst verdaut. Aus diesem Grund können die ungesättigten Fettsäuren Dir nicht nur bei der Energiebereitstellung helfen, sie reduzieren auch den Cholesteringehalt des Blutes. Dadurch wird Dein Blutdruck gesenkt und es kommt zu den vielen oben genannten Vorteilen.

Was sind pflanzliche Fette und welche sind zu empfehlen?

Pflanzliche Fette haben, wie der Name bereits sagt, auch einen pflanzlichen Ursprung. Für Deine Gesundheit und Deine Ernährung ist es also durchaus eine Überlegung wert, vermehrt auf pflanzliche Produkte zu setzen. So kannst Du nicht nur der Umwelt einen Gefallen tun, sondern auch Deinem Körper und Deinem Fitnesszustand. Was sind Fette pflanzlichen Ursprungs, die ich empfehlen kann?

Bei den pflanzlichen Produkten empfehle ich Dir vor allem Leinöl, Oliven, Distel-, Walnuss-Öl, Nüsse, Avocados, Kokosöl, Palmenkerne und Speiseöl.

Was sind Fettempfehlungen für eine sportliche Ernährung?

Bei der Menge an Fetten, die Du zu Dir nehmen solltest, kommt es vor allem auf Deine Ziele an. Fett hat mit knapp 9,3 Kilokalorien je Gramm eine mehr als doppelt so hohe Energiedichte wie Proteine und Kohlenhydrate. Dementsprechend viele Kalorien nimmst Du zu Dir, wenn Du den Fettanteil Deiner Ernährung steigerst. 

Die WHO (die Weltgesundheitsorganisation, deren Ziel es ist, die bestmögliche Gesundheit aller Menschen zu gewährleisten) hat eine Empfehlung von einem Anteil von knapp 30% der Kalorien aus Deiner Nahrung als optimale Fettversorgung angesetzt. Hier musst Du allerdings beachten, dass dieser Wert für eine ausgewogene Ernährung gedacht ist. Bei Sportlern kann dieser Wert durchaus schwanken. 

personal trainer

Wir müssen bei meiner Empfehlung zwei grundsätzliche Szenarien unterscheiden, bei denen Du Dich fragst: Für was sind Fette in meiner Ernährung da? 

Bist Du gerade in einer Aufbauphase und tust Dir vielleicht aufgrund Deines Stoffwechsels schwer zuzunehmen? Dann solltest Du mehr Energie durch Fette zu Dir nehmen. Ich empfehle in der Aufbauphase 1–2 g Fett pro kg Körpermasse pro Tag.

Wenn Du dagegen gerade in einer Diät bist, bei der Du den Fettgehalt reduzieren willst, dann sollte Dein Fettkonsum entsprechend nach unten angepasst werden. Hier empfehle ich Dir, nur 0,3–0,5 g pro kg Körpermasse pro Tag zu verzehren, da Fett eine so hohe Energiedichte (also so viele Kalorien) hat. 

Meine Empfehlung an Dich: Deine Abkürzung ans Ziel

Ich hoffe, dass dieser Text Deine Fragen beantwortet hat und Du die Frage: “Was sind Fette?” jetzt beantworten kannst. Bei der Umsetzung dieses Wissens gibt es jedoch eine Vielzahl von Faktoren zu berücksichtigen, die eine Anpassung Deiner Ernährung nötig machen. 

Vielleicht hast Du Unverträglichkeiten, kannst selbst nicht die Disziplin aufbringen, Dich an Deine Pläne zu halten, oder Du weißt gar nicht, wo Du anfangen sollst. Deine Ernährung macht nach meiner Erfahrung knapp 70-80% Deines Trainingserfolges aus und sollte dementsprechend gut durchdacht sein. 

Ich habe unzählige Erfahrungen mit hunderten von Kunden und bei meinen Wettkampfvorbereitungen gesammelt. Ich beschäftige mich mit den neuesten Studien und baue sie direkt in meinen Ernährungsplan ein. Um Schweizermeister und Vizeweltmeister im Natural Bodybuilding zu werden, muss ich mich in diesem Gebiet ausgezeichnet auskennen. 

Damit ich Dir einige Jahre an Selbsterforschung und Fehlschläge ersparen kann, habe ich verschiedene Programme erstellt, die personalisierten Trainings-und Ernährungsplänen bis hin zur persönlichen Betreuung im Training durch mich reichen. Falls Du Interesse hast und möglichst schnell zum Erfolg möchtest, findest Du hier meine Programme.

Bald schon wirst Du nicht nur Fragen wie “Was sind Fette” beantworten können, sondern mit Deinem Körper auch mächtig Eindruck schinden. 

Lass es uns anpacken und dieses Jahrzehnt zu DEINEM Jahrzehnt machen!

Dein Ken Buser

was ist eiweiss

Was ist Eiweiß? Ist es für den Muskelaufbau unverzichtbar?

Jeder, der sich ein wenig mit dem Thema Fitness und Kraftsport beschäftigt, trifft eher früher als später auf den Begriff Eiweiß, doch was ist Eiweiß? Als Synonym für diesen Begriff wird auch im deutschsprachigen Raum zunehmend der ursprünglich aus dem englischen stammende Begriff “Protein” verwendet. Somit ist auch immer von Proteinen die Rede, wenn wir von Eiweiß reden- und umgekehrt. 

Viele Kraftsportler sind sich mittlerweile der Wichtigkeit von richtiger Ernährung bewusst. Für die richtige Ernährung musst Du allerdings zunächst in der Lage sein, wahres Wissen von Halbwahrheiten und Mythen zu unterscheiden. Nur so kannst Du einen Ernährungsplan erstellen, der Deinen Körper wirklich mit den richtigen und vor allem wichtigen Zutaten für Masseaufbau und Fettabbau versorgen. 

Aus diesem Grund werden wir uns in diesem Artikel intensiv mit Eiweiß beschäftigen. In der Werbung setzt man auf Proteine und bewirbt Produkte, die viel Protein aufweisen. “High Protein” zählt heutzutage als Marketingformel. Doch was ist Eiweiß und warum verwenden es so viele Menschen gleichbedeutend mit Muskelaufbau und einem durchtrainierten Körper?

Was sind Proteine- (Relativ) Einfach erklärt

Eiweiß gehört zu den drei großen Makronährstoffen, aus denen unsere gesamte Nahrung besteht. Unter Makronährstoffen verstehen wir die die sogenannten Hauptelemente der Ernährung, d.h. die Bestandteile, aus denen all unsere Nahrung besteht. Diese drei Makronährstoffe versorgen uns mit der Energie, die wir über den Tag hinweg verbrauchen. 

was ist eiweiss

Abhängig von unserer Beschäftigung und unseren Zielen brauchen wir unterschiedliche Mengen und Anteile der drei Makronährstoffe, um jederzeit gut versorgt zu werden. Neben Proteinen zählen auch Kohlenhydrate und Fette zu den Hauptbestandteilen unserer Nahrung. In diesem Artikel wollen wir uns auf die Proteine beschränken, also werden wir uns deren Zusammensetzung einmal genauer ansehen. 

Proteine bestehen jeweils aus mehreren hunderten Aminosäuren, die sich zusammenschließen. Abhängig davon, welche Aminosäuren sich in welcher Zahl zusammenschließen, entstehen verschiedene Proteine. Im Körper werden die Aminosäuren dann als Botenstoffe verwendet. Acht dieser Aminosäuren kann der Körper nicht selbst herstellen. 

Wozu brauchen wir die Aminosäuren überhaupt?

Wie gesagt, kann der Körper acht dieser Aminosäuren, die ja die Bausteine der Proteine bilden, nicht selbst herstellen. Aus diesem Grund ist die Aufnahme dieser Aminosäuren über die Nahrung lebensnotwendig. Entgegen der Ansicht vieler Anfänger brauchen wir Aminosäuren aber nicht nur für den Aufbau von Muskelmasse. 

Du willst nicht, dass Dir die Haare ausfallen, Deine Nägel brüchig werden, Deine Haut sich nicht mehr regeneriert? Du willst nicht, dass Deine Muskeln abbauen, Deine Nervenbahnen nicht mehr richtig kommunizieren können und dass Dein Enzym- und Hormonhaushalt vollkommen durcheinander gerät? Dann solltest Du lieber nicht auf Aminosäuren verzichten, denn all diese Funktionen werden direkt durch die Aminosäuren gesteuert und durchgeführt..

Darüber hinaus gibt es auch noch viele weitere Funktionen, die die Aminosäuren für Dich übernehmen und weshalb sie für dich absolut unverzichtbar sind.

Für was ist Eiweiß gut? Und wie hilft es meinem Muskelaufbau?

Wie gesagt, kann der Körper acht dieser Aminosäuren, die ja die Bausteine der Proteine bilden, nicht selbst herstellen. Aus diesem Grund ist die Aufnahme dieser Aminosäuren über die Nahrung lebensnotwendig. Neben den Botendiensten erledigt Eiweiß aber auch noch ganz andere Funktionen für Dich in Deinem Körper. Es regelt Deinen Stoffwechsel und versorgt zudem Deinen Körper mit Sauerstoff. 

muskelaufbau-tipps-frau

Für Dich ist hier aber vor allem die Funktion von Eiweiß für den Muskelaufbau interessant. Proteine sind neben Wasser und Elektrolyten die Hauptbestandteile von Muskeln. Zudem dienen Proteine der Muskelregeneration nach dem Gewichtstraining. Das ist der Grund für den Proteinhype und die vielen Marketingstrategien, die derzeit immer weiter um sich greifen. 

Für Deinen Muskelaufbau ist es unabdingbar, dass Du genügend Proteine zu Dir nimmst. Muskelaufbau mit einem Mangel an Proteinen lässt sich mit einem Fahrzeug vergleichen, dem es an Sprit mangelt. So sehr Du Dich auch anstrengst und das Auto auch anschieben willst, ohne den Sprit wirst Du nicht sehr weit kommen. 

Tanke also lieber gleich richtig und erspare dir viele Stunden an Training, das Du ansonsten verschwenden würdest. Zudem macht Eiweiß auch satt, was vor allem bei einer Reduktionsdiät eine gute Möglichkeit ist, gesund abzunehmen. Bei einer solchen Reduktionsdiät wird durch eine Art Unterversorgung des Körpers durch zu wenig Kalorien Gewicht abgebaut. 

In der Tat hat Eiweiß also eine sehr wichtige Funktion für Dich, Deinen Körper und Dein Fitnesstraining. Du stellst Dir sicher schon die Frage, wie viele Proteine Du optimalerweise zu Dir nehmen solltest. Der Eiweißbedarf hängt von Deinem Gewicht und Deinem Trainingsziel ab. In der Masseaufbauphase solltest Du knapp 2 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht zu Dir nehmen. 

Dieser Wert kann sich aber erhöhen, wenn Du einen sehr aktiven Tagesablauf hast. Du solltest aber auf der anderen Seite auch nicht zu viele Proteine zu Dir nehmen, da die überflüssigen und nicht verwertbaren Eiweiße als Fett eingelagert, oder ausgeschieden werden. Dies kann auch dann der Fall sein, wenn Du bei einer einzigen Mahlzeit mehr als 40 Gramm Proteine zu Dir nimmst. Verteile also Deine Mahlzeiten über den Tag hinweg und iss nicht zuviel auf einmal.

Was ist tierisches Eiweiß?

Unter tierischem Eiweiß versteht man alle Proteine, die wir über den Verzehr von tierischen Produkten zu uns nehmen. Hierzu gehören also neben Eiern auch Fleisch, Milch und Fisch. Diese Art des Eiweiß kann der menschliche Körper besonders gut aufnehmen, da es den Proteinen sehr ähnlich ist, die auch im menschlichen Körper verwendet werden.

tierisches eiweiss

Bei einer optimalen Ernährung sollten die tierischen Eiweiße knapp ein Drittel der aufgenommenen Proteine ausmachen für Bodybuilder zwei Drittel.

Was ist pflanzliches Eiweiß? Und warum sollte ich solches Zeug als Kraftsportler essen?

Die restlichen ⅔ einer ausgewogenen Ernährung sollten aus pflanzlichen Eiweißen stammen. Diese kann der Körper zwar nicht so gut aufnehmen, wie die Proteine aus tierischer Quelle, diese Aufnahme kann man jedoch positiv beeinflussen. Dies ist durch die Kombination von tierischen und pflanzlichen Eiweißen möglich. Das effektivste Zusammenspiel dieser beiden Quellen bieten hierbei Eier und Kartoffeln. 

pflanzliches eiweiss

Diese Zusammensetzung kann vom Körper am schnellsten und umfassendsten verwertet werden. Zu den pflanzlichen Eiweißen zählen neben Nüssen und Hülsenfrüchten auch Obst und Gemüse, insbesondere Reis. 

Was sind Whey Proteine? Gibts die nur als Eiweißpulver?

Whey Proteine werden häufig in Form von Proteinpulver als Nahrungsergänzungsmittel angeboten. Whey Protein ist nichts anderes, als der englische Begriff für Molkenprotein, das, wie der Name sagt, aus Molke gewonnen wird. Whey Protein kannst Du von vielen verschiedenen Anbietern mit verschiedenen Geschmäckern und auch geschmacksneutral erworben werden.

whey protein

Beim Whey Protein werden drei verschiedene Unterformen im Hinblick auf den Proteingehalt unterschieden. Whey-Konzentrat hat hierbei meistens einen Eiweißgehalt von knapp 70% aufzuweisen und ist somit das billigste Whey Protein. Whey-Isolat hat schon einen deutlich höheren Anteil von knapp 95% Protein auf 100g. 

Der Preis ist dementsprechend höher, dafür ist auch der Fettgehalt niedriger. 

Whey-Hydroisolat ist die hochwertigste Form des Whey Proteins. Hier werden die Proteine in gewisser Weise durch die Hydrolyse vorverdaut und sind somit dem Körper schneller zugänglich. Der herbe und oft bittere Geschmack ist jedoch häufig sehr gewöhnungsbedürftig. 

Was ist gesünder: Eiweiß oder Eigelb?

Viele kennen Geschichten von Kraftsportlern, die rohes Eiweiß in den Mixer geben und es in einem Shaker mixen und anschließend trinken. Doch warum wird dabei nur das Eiweiß verwendet und auf das Eigelb verzichtet? Ist Eiweiß wirklich gesünder als Eigelb? Wirft man einen Blick auf die Nährwerte, ist der vermeintliche Übeltäter schnell entdeckt. 

was sind proeteine

Eiweiß besteht quasi nur aus Proteinen, während Eigelb zwar mehr Proteine aufweisen kann, aber auch aus deutlich mehr Fett besteht. Zudem wird dem Eigelb häufig der Vorwurf gemacht, eine Cholesterinbombe zu sein. Wenn Du als Kraftsportler viele Eier pro Tag isst, könnte so eine Cholesterinbombe zur Gefahr für Dich werden. Cholesterin kann bei übermäßigem Vorkommen im Blut tatsächlich zu Schlaganfällen führen. 

Hier sind jedoch auch die genetische Veranlagung und vor Allem die sportliche Aktivität mit einzubeziehen. Als Sportler senkt sich das Risiko eines Schlaganfalls deutlich ab, weswegen auch der Konsum von Eigelb keine Gefahr darstellt. 

Das Fett ist ein wichtiger Teil der Ernährung und sollte deshalb vor allem als Kraftsportler auf keinen Fall verteufelt werden. 

Eigelb ist also nicht zwangsläufig ungesünder als das Eiweiß und sollte dementsprechend nicht gemieden werden. 

Fazit

Es ranken sich viele Mythen um Proteine, die nicht alle wahr sind. Man kann also sagen, dass Proteine sehr viele Rollen für Deinen Körper übernehmen können und im Kraftsport für die Bildung neuer Muskeln von essentieller Bedeutung sind. Zudem haben sie auch eine überlebenswichtige Funktion inne. Dennoch sind sie alleine nicht das umworbene Wundermittel, dass deinen Körper allumfassend versorgt. 

Eine ausgewogene Ernährung ist für Deinen Muskelaufbau und Deine Fettreduktion sehr wichtig. Der alleinige Fokus auf die Proteine wird Dir deshalb keine Wunderergebnisse bescheren, sondern Dich eher krank machen. Wenn Du Dir bei der Ernährung unsicher bist, kannst Du gerne einmal bei meiner Website unter https://kenbuser.ch/angebot/ernaehrung vorbeischauen. 

Hier findest Du eine individuelle Ernährungsberatung, die genau auf Dich und Deinen Körpertyp abgestimmt ist. Eine individuelle Beratung hat schon viele meiner Kunden einen ganzen Sprung näher zu ihrem Traumkörper gebracht. Neben der Ernährung solltest Du auch einen Blick auf den richtigen Trainingsplan werfen. Auf meiner Website findest Du weitere Artikel zu diesem Thema, sowie verschiedene Angebote meinerseits, die bis hin zum Einzeltraining unter meiner Aufsicht reichen. 

Wenn Du noch weitere Fragen bezüglich der Proteine hast, kannst Du auch gerne einmal einen Blick auf mein Ebook werfen. Dort gebe ich auf 103 Seiten mein komplettes Wissen im Hinblick auf Ernährung, Training und den Kraftsport im Allgemeinen zum Besten. 

Zusammenfassung zum Selbstcheck

1)Was ist Eiweiß? → Ein Synonym von Proteinen (vgl. Frage 2)

2) Was sind Proteine- Einfach erklärt → Der Zusammenschluss von hunderten Aminosäuren

3) Für was ist Eiweiß gut? → Eiweiß übernimmt viele Funktionen im Körper, darunter die Steuerung des Stoffwechsel, die Sauerstoffversorgung und Botendienste. Vor Allem ist es jedoch sehr wichtig für den Muskelaufbau und -erhalt

4) Was ist tierisches Eiweiß? → Eiweiß, das aus tierischen Quellen stammt

5) Was ist pflanzliches Eiweiß? → Eiweiß, das aus pflanzlichen Quellen stammt

6) Was sind Whey Proteine? → Proteine, die aus Milch gewonnen werden. Häufig werden Whey Proteine in Form von Eiweißpulver als Nahrungsergänzungsmittel angeboten

7) Was ist gesünder: Eiweiß oder Eigelb? → Als Sportler stellt das Cholesterin des Eigelbs keine große Gefahr dar. Somit sind sowohl Eiweiß als auch Eigelb gut für Dich

8) Wieviel Protein sollte ich zu mir nehmen? → Je nach Ziel und Körpergewicht variiert Deine optimale Aufnahmemenge. Pro Gericht solltest Du jedoch nicht mehr als 35 Gramm konsumieren. Pro Tag kannst Du Dich als Richtwert an knapp 2 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht orientieren

Was sind Vitamine? – Und welche Vitamine gibt es?

Dass Vitamine gesund sind, weiß jeder. Das wird einem schon als Kind eingetrichtert. Aber was sind Vitamine eigentlich? 

Sobald man sich ein bisschen mit dem Thema beschäftgt, merkt man, dass es eine sehr große und unübersichtliche Anzahl an Vitaminen gibt. Sie erfüllen viele verschiedene Funktionen im Körper. 

Manche Vitamine stärken das Imunsystem, andere sind gut für die Haare oder die Haut, und wieder andere sind besonders wichtige für Schwangere. Da verliert man schnell den Überblick. Das ändern wir in diesem Artikel!

Was sind Vitamine?

Vitamine gehören zu den lebensnotwendigen Nährstoffen, weil unser Körper Vitamine nicht oder nur begrenzt selbst aufbauen kann. Die Vitamine müssen daher in ausreichenden Mengen über die Nahrung zugeführt werden. Man unterscheidet fettlösliche und wasserlösliche Vitamine. Unser Körper kann Vitamine nur kurze Zeit speichern, bei wasserlöslichen Vitaminen meist nur einige Stunden. Deshalb bringen einmalig hohe Dosen nur wenig. Über den Tag verteilte Vitaminabgaben in geeigneten Mengen hingegen sind sehr sinnvoll. 

Welche Vitamine gibt es?

Bei der hohen Anzahl an verschiedenen Vitaminen stellt sich schnell die Frage: “Welche Vitamine gibt es alles?”

Vitamine des B-Komplexes sind hauptsächlich verantwortlich für die „Verstoffwechselung“ von Kohlenhydraten und Proteinen. Vitamin C hat besonders viele positive Eigenschaften, besonders durch seine Wirkung auf das Immunsystem und den Zellaufbau. A, C und E neutralisieren Schadstoffe aus unserer Umwelt, sogenannte Freie Radikale, und können somit zu einem erhöhten Schutz der Körperzellen und zur Prävention vor Krankheiten wie Krebs etc. beitragen. Die Vitamine A, C, E bezeichnet man auch als Antioxidantien, die die Körperzellen vor Angriffen aggressiver Freier Radikalen schützen.

Die Menge und Dosierung von Vitaminen sind heute noch umstritten. Vor Extremdosierungen rate ich auch deshalb ab, da zwar eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen ein absolutes Muss ist, eine Steigerung der Dosierung in klinischen Tests jedoch keine zusätzliche Leistungssteigerung nach sich zog.

Das bekannteste wasserlösliche Vitamin ist das Vitamin C. Fehlt es, drohen fatale Folgen. Vitamin C (Ascorbinsäure) ist das Universaltalent unter den Vitaminen. So schützt Ascorbinsäure den Körper offenbar vor den Angriffen zellzerstörender Substanzen, sogenannten Freien Radikalen. Sie unterstützt die Aufnahme von Eisen aus der Nahrung, kräftigt das Bindegewebe und das Zahnfleisch.

Langes Kochen zerstört das Vitamin!

Offenbar stärkt Vitamin C auch das Immunsystem. Ob es aber gegen grippale Infekte hilft, konnte bislang nicht bewiesen werden. Wer regelmäßig frisches Obst und Gemüse zu sich nimmt, deckt problemlos seinen Tagesbedarf von 100 Milligramm. Ascorbinsäure steckt vor allem in der Schale der Früchte und direkt darunter. Gute Quellen sind Zitrusfrüchte, Kartoffeln, Paprika und Kiwis. Auch Grünkohl, Fenchel, Rosenkohl oder Spinat enthalten reichlich Vitamin C. Bei traditioneller Zubereitung verlieren sie jedoch viel davon, da langes Kochen und Warmhalten der Speisen das Vitamin zerstört. Ein Mangel führt zu Müdigkeit, Reizbarkeit und verzögerter Wundheilung. Als Begleitenzym hilft Vitamin B1 (Thiamin), Kohlenhydrate zu spalten, und versorgt so Muskeln und Nervenzellen rasch mit Energie. Das erhöht den Energiestoffwechsel der Zellen und stärkt somit die Konzentration und körperliche Kondition. Da das Vitamin in vielen Lebensmitteln enthalten ist, reicht im Normalfall eine ausgewogene Ernährung, um den Tagesbedarf von etwa 1–1,3 Milligramm zu decken. Schwangere und Sportler brauchen mehr. Fehlt es an Thiamin, können Müdigkeit, Muskel- und Konzentrationsschwächen auftreten. Größere Mengen davon sind in Fleisch, vor allem in Schweinefleisch, sowie in Leber, Vollkornprodukten, Haferflocken, Hülsenfrüchten und Kartoffeln enthalten.

Bedarf an fettlöslichen und wasserlöslichen Vitaminen

Fettlösliche Vitamine:

  • A 0,8–1,1gProvitamin A 2–4 gD 5–10 mcg
  • E 12–15 mg
  • K 60–80 mcg

Wasserlösliche Vitamine:

  • B1 (Thiamin) 1–1,5 mg
  • B2 (Riboflavin) 1,2–1,6 mgB 6 (Folsäure) 400 mcg
  • B 3 (Niacin) 13–18 mg
  • B 5 (Pantothensäure) 6 mgB 6 (Pyridoxin)1,2–1,5 mgB 12 (Cobalamin) 8 mcg
  • C (Ascorbinsäure) 250 mgB 7 (Biotin) 60 mcg

Was sind B Vitamine?

Vitamin B2 gibt Energie

Als typisches Milchvitamin kurbelt Vitamin B2 (Riboflavin) den Stoffwechsel an und sorgt auf diese Weise für Energie. Mit einem großen Glas Milch ist der Tagesbedarf von 1,2–1,5 Milligramm bereits zur Hälfte gedeckt. Reich an Vitamin B2 sind neben Milchprodukten auch Eier, Leber, Fisch, Spinat, Grünkohl, Brokkoli und Champignons. Mangel oder Überschuss kommen selten vor.

Vitamin B6 unterstützt das Immunsystem

Das Vitamin B6 (Pyridoxin) ist ein Begleiter vieler Enzyme beim Eiweiß-Stoffwechsel. Die in den Nahrungseiweißen enthaltenen Aminosäuren werden weiterverarbeitet und schließlich in körpereigene Proteine umgebaut. Das Vitamin unterstützt das Immunsystem und hilft bei der Blutbildung. B6 ist in fast allen Nahrungsmitteln enthalten, Mangel tritt daher sehr selten auf. Tagesdosen von 1,2–1,6 Milligramm reichen aus. Besonders gute Lieferanten sind Fleisch, Fisch, Vollkornprodukte, Weizenkeime, Kohl, grüne Bohnen, Kartoffeln, Bananen.

Vitamin B12 hilft beim Zellwachstum

Vitamin B12 (Cobalamin) braucht der Körper nur in sehr geringen Mengen, etwa drei Mikrogramm am Tag. Dennoch spielt es eine wichtige Rolle bei der Bildung der roten Blutkörperchen und unterstützt das Wachstum der Zellen. Vitamin B12 kommt nur in tierischen Lebensmitteln vor, darunter Fleisch, Innereien, Milch, Käse, Eier und Makrelen. Da der Körper die Substanz nicht selbst herstellen kann, sind besonders Veganer gefährdet, zu wenig davon zu bekommen.

In Sauerkraut und Bier wird das Vitamin in geringen Mengen von Bakterien gebildet, die an der Gärung beteiligt sind. Bis sich ein B12-Mangel äußert, können Jahre vergehen. Symptome sind beispielsweise Wahrnehmungsstörungen, Depressionen, Veränderungen des Blutbildes oder Schädigungen der Nerven und Schleimhäute.

Vitamine gegen Müdigkeit

Pantothensäure (Vitamin B5) ist in allen Geweben am Stoffwechsel von Kohlenhydraten, Fettsäuren und Proteinen beteiligt. Außerdem wird es zur Herstellung von Hormonen wie

Östrogen und Testosteron benötigt. Es kommt in fast allen Lebensmitteln vor. Gute Quellen sind Fleisch, Leber, Getreide und Hülsenfrüchte. Die Empfehlungen für die tägliche Aufnahme liegen etwa bei sechs Milligramm pro Tag. Ein Mangel kommt extrem selten vor, zeigt sich dann in Kopfschmerzen und Müdigkeit.

Vitamine für die Haut und Haare

Biotin wird von Haut und Haaren gebraucht

Beim Aufbau von Hautgewebe, Haaren und Nägeln wirkt Biotin (Vitamin B7 oder auch Vitamin H) mit. Es wird von Mikroorganismen im Darm hergestellt. Dieses Vitamin für die Haut und Haare steckt in vielen Lebensmitteln, zum Beispiel in Leber, Eigelb, Sojabohnen, Spinat, Champignons und Nüssen. Empfohlen wird eine tägliche Menge von 30–60 Mikrogramm. Menschen, die Antibiotika einnehmen, Alkoholiker und Raucher sind anfälliger für Mangelerscheinungen wie krankhafte Veränderungen an Haaren und Haut. Alkohol vermindert die Aufnahme des Vitamins im Körper, Nikotin erhöht den Biotin- Verbrauch.

Niacin stärkt Haut und Nerven

Niacin (Nicotinsäure/Nicotinamid, veraltet auch Vitamin B3) ist am Auf- und Abbau von Zucker, Fettsäuren und Aminosäuren beteiligt. Es ist wichtig für den Transport von Elektronen. Niacin kommt vor allem in Fleisch und Innereien, Milch und Fisch, aber auch in Vollkornbrot und Kaffee vor. Der Körper kann es auch teilweise selbst aus der essenziellen Aminosäure Tryptophan herstellen. Der tägliche Bedarf liegt zwischen 13 und 17 Milligramm. Ein Mangel an Niacin macht sich zuerst durch körperliche Schwäche und Appetitverlust bemerkbar, später folgen Hautentzündungen und Durchfall. Wenn du ein Vitamin für die Haut suchst, solltest du Niacin nicht vergessen. 

Wichtige Vitamine für Schwangere – Folsäure

Dieser Stoff spielt eine besondere Rolle bei allen Wachstums- und Entwicklungsprozessen. Der Körper braucht dieses Vitamin für Schwangere (Folsäure oder Vitamin B9) vor allem für die Bildung von Nukleinsäuren, den Bausteinen des Erbguts. Folsäure ist daher besonders wichtig während der Schwangerschaft, vor allem in den ersten Monaten, da der Embryo das Vitamin für seine Entwicklung benötigt. Mindestens 0,6 Milligramm täglich sollten Schwangere zu sich nehmen, denn Mangel kann beim Kind zu Missbildungen führen. Auch Stillenden wird diese Dosis empfohlen. Die für Erwachsene sonst nötigen 0,4 Milligramm am Tag können meist mit der Nahrung abgedeckt werden. Eine Portion Spinat von 200 bis 250 Gramm deckt mehr als den halben Tagesbedarf. Folsäure ist außerdem in Salat, Blattgemüse und Tomaten enthalten sowie in Weizenkeimen, Eigelb und Leber. Folsäure ist hitze- und lichtempfindlich. Daher sollte Gemüse nach Möglichkeit frisch verzehrt oder bei längerer Lagerung kühl und dunkel aufbewahrt werden, um dieses wichtige Vitamin für die Schwangerschaft ausreichend aufzunehmen. 

Vitamine und Sport – das gibt es zu beachten!

Aufgrund der erhöhten Nahrungsaufnahme sowie des hohen Flüssigkeitsverlusts während des Trainings haben Kraft- und Ausdauersportler einen deutlich höheren Vitaminbedarf gegenüber einem Nichtsportler. Sportler haben aufgrund der besonderen Anforderungen, die sie an ihren Körper stellen, einen Mehrbedarf an Mikronährstoffen. Der deutlich erhöhte Kohlenhydratumsatz während enormer anstrengender Trainingseinheiten erfordert z. B. ausreichende Mengen an Vitamin B1. 

Der Aufbau von Muskelmasse verlangt noch zusätzlich Eisen, etwa für die verstärkte Bildung des Muskeleiweißes. Hantelsportler benötigen außerdem für die Glykogen-Speicherung in der Muskulatur und Aufrechterhaltung ihrer Proteinsynthese mehr Vitamin B6. Da Krafttraining noch dazu die Knochenstruktur kräftigt, werden mehr Calcium, Phosphat, Fluorid und Magnesium gebraucht. Überdies sind mit dem Schweiß ausgeschiedene Mengen an Natrium, Kalium, Chlorid, Magnesium, Eisen, Jod und weiteren Mikronährstoffen zu decken.

Der Körper antwortet auf erhöhte Verluste mit fein geregelten Kopplungsmechanismen, mit dessen Hilfe er zum einen die Nahrung verstärkt ausnutzen kann und zum anderen die Ausscheidung verringert. Außerdem stellen sich auch die Schweißdrüsen auf regelmäßiges Training ein und können den im Schweiß ausgeschiedenen Mineralstoffanteil reduzieren. Nur bei einseitiger Ernährung oder bei bereits vorbestehenden Mängeln kann es zu Problemen kommen. 

Speziell die Vitamine des B-Komplexes, wie auch Vitamin C und E sind in dieser Hinsicht von besonderer Bedeutung.

Fazit zu Vitaminen

Nun halte dir im Kopf, dass Vitamine für deine Leistung zwar essentiell sind, aber bei nicht einseitiger Ernährung auch keine Mangelerscheinungen auftreten sollten. In einer Diät-Phase kann es sinnvoll sein, ein Multivitamin-Präparat einzunehmen, ansonsten müsste ein gesunder Sportler keine Vitaminsubstrate zu seiner Ernährung ergänzen.

Die 3 Körpertypen – Körpertyp bestimmen und für sich nutzen!

Der eine kann so viel essen, wie er möchte und nimmt nicht zu. Der andere nimmt bereits beim Anschauen des Essens zu. Das scheint unfair. Aber woran liegt das?

Eine mögliche Erklärung sind die drei Körpertypen oder auch Stoffwechseltypen genannt. Was das ist und wie du diese Theorie für dich nutzen kannst, erfährst du in diesem Artikel.

Der menschliche Körper

Der menschliche Körper ist ein Wunderwerk der Schöpfung. Im Wesentlichen besteht unser Körper aus Wasser, Knochen, Muskeln, Organen und Nerven, die wiederum aus Zellen aufgebaut sind. Der Mensch lässt sich in 10 Organsysteme unterteilen. Haut, Nervensystem, Bewegung und Stützapparat, Hormonsystem, Immunsystem, Atmungssystem, Herz-Kreislauf-System, Verdauung, Harntrakt und Fortpflanzungssystem.

Jeder menschliche Organismus ist nach den gleichen Prinzipien aufgebaut, dazu muss beachtet werden, dass jeder Mensch ein einzigartiges Individuum darstellt. Einige Menschen ähneln sich vielleicht, sind jedoch niemals exakt gleich.

So lässt sich nachvollziehen, warum jeder Mensch auf korrektes Muskeltraining mit Muskelwachstum reagiert. Unsere individuelle Veranlagung oder unser Erbgut hingegen führt dazu, dass manche Menschen erheblich schneller Muskelmasse aufbauen und Fett verbrennen als andere. In diesem Zusammenhang ist auch zu erwähnen, dass der Metabolismus, der Stoffwechsel, von Mensch zu Mensch unterschiedlich besser oder schlechter arbeitet.

Unter Stoffwechsel versteht man sämtliche im Körper ablaufenden chemischen Reaktionen, die dem Aufbau und dem Abbau von Stoffen dienen.

Die Reproduktion der Zellen und des Gewebes ist nicht nur zur Erzeugung von Nachkommen, sondern auch für den Stoffwechsel unerlässlich.

Der anabole Metabolismus wird als Aufbaustoffwechsel bezeichnet. Der katabole Metabolismus wird als Abbaustoffwechsel bezeichnet.

Wichtig für den Aufbau der Muskulatur ist das Wissen um die Verschiedenheit einzelner Körper. Der größte Unterschied liegt im Geschlecht der Männern und Frauen begründet. Denn das männliche Geschlechtshormon Testosteron ist – abgesehen von ein paar anderen Schilddrüsenhormonen – das überwiegend verantwortliche Hormon für größere Muskelmasse und den allgemein niedrigeren Körperfettanteil. Der allgemein höhere Testosteronspiegel spielt für das Training des Muskelaufbaus nur in einer Hinsicht eine Rolle. Männer können daher schneller und in größerem Umfang Muskelmasse aufbauen als Frauen.

Was für Frauen aus dieser Sicht kein Nachteil ist. Der Grund, warum sich viele Frauen heute noch scheuen, an Gewichten zu trainieren, ist der weitverbreitete Glauben, dass sie einen männerähnlichen muskulösen Körper aufbauen. Fakt ist jedoch, dass Frauen aus ihrer hormonellen Situation physiologisch gar nicht in der Lage sind, hohe Muskelzuwächse zu erzielen, da das Hormon Östrogen überwiegt. Männer können somit schneller und in größerem Umfang Muskelmasse aufbauen als Frauen.

Den Körpertyp bestimmen bei Mann und Frau

Doch auch innerhalb der Geschlechter finden sich ganz unterschiedliche Körpertypen, die man im Wesentlichen in drei Bereiche einteilen kann: ektomorph, mesomorph und endomorph. Hierbei muss erläutert werden, dass kein Mensch völlig eindeutig und exakt einem Körpertyp zugewiesen werden kann, sondern vielmehr Überschneidungen und Kombinationen von Merkmalen verschiedener Körpertypen auftreten, die so einen fließenden Übergang der drei Körpertypen darstellt.

Der ektomorphe Körpertyp


Dies ist der häufig untergewichtige, dünne und drahtige Mensch. Sie haben meist einen leichten Knochenbau und nehmen nur sehr schwer an Gewicht zu. Sie können ihr Körperfett meist sehr gering halten. Sie verfügen meist über einen flachen, kleinen Brustkorb, schmale Schultern sowie dünne Oberschenkel und zierliche Gelenke. Sie sind hervorragend für Ausdauer- und Schnellkraft- Sportarten geeignet.

Da die Ektomorphen meist dünn und schlank sind, haben sie vermehrt das Ziel, Körpergewicht zuzulegen. Ektomorphe verwerten ihre Energie meist sehr schnell und müssen so sehr viele Kalorien zu sich nehmen. Das erklärt denjenigen, der so viel essen kann, wie er möchte, ohne zuzunehmen.

Wieter haben sie meist eine dünne Knochenstruktur, was ihnen nicht erlaubt, so eine Muskelmasse aufzubauen wie ein mesomorpher Athlet. Eine geregelte Kalorienzufuhr und eine optimale Nährstoffverteilung sind für sie zwingend, um erfolgreich Muskelmasse aufzubauen. Wie das genau funktioniert, lernst du hier. Ausdauersport ist nur geringfügig zu empfehlen.

Merkmale im Überblick:

  • schlanker Körperbau
  • kurzer Oberkörper
  • wenig Körperfett
  • lange Arme und Beine
  • schmale Hände, Füße, Brust und Schultern
  • oft aktive Schilddrüse und Sympathikus
  • hohe Stoffwechselrate
  • Ernährung: viele Kalorien zu sich nehmen!
  • Am besten nur wenig Ausdauersport

Der mesomorphe Körpertyp


Dies ist wohl der Idealtyp im Hinblick auf Muskelaufbau. Sie sind muskulös, ihre Schultern sind breiter als die Hüften, sie verhalten sich im Gleichgewicht, nehmen gut an Masse zu und verlieren auch gut Körperfett. Sie sind die Allroundsportler und haben in aller Regel gute Anlagen zum Muskelaufbau. Eine geregelte Kalorienzufuhr und eine optimale Nährstoffverteilung sind für sie zum Aufbau qualitativer Muskelmasse zu empfehlen. Sie sollten zusätzlich ein ausgeglichenes aerobes Ausdauertraining wählen.

Merkmale im Überblick:

  • mittlere Knochenstruktur, athletischer körperbau
  • langer Oberkörper,
  • Sanduhr-Form bei Frauen, V-förmiger Oberkörper bei Männern
  • breite Brust und Schultern
  • baut tendenziell leicht Muskeln auf und verliert leicht Körperfett
  • Körperfett meist nur an Bauch und Hüfte
  • natürlich hoher Testosteronspiegel und viele Wachstumshormone
  • Ernährung: ausgewogen
  • Am besten ausgeglichenes aerobes Ausdauertraining

Der endomorphe Körpertyp


Sie sind schwer, stämmig und meist füllig und haben einen höheren Körperfettanteil und ein hohes Körpergewicht. Ihre Schultern sind meist ähnlich breit wie ihre Hüften. Da Endomorphe ihre Energie meist eher langsam verwerten, nehmen sie schnell an Masse zu, es fällt ihnen jedoch schwer, Körperfett abzubauen. Sie sind häufig das perfekte Beispiel für jemanden der gefühlt zu nimmt, wenn er das Essen anschaut.

Eine geregelte Kalorienzufuhr und eine optimale Nährstoffverteilung sind für sie von größter Bedeutung. Sie müssen penibel darauf achten. Für sie ist eine strukturierte Ernährung am sinnvollsten.

Sie sollten zusätzlich ein ausgeglichenes aerobes Ausdauertraining wählen. Bei schweren Athleten oder adipösen Sportlern hat sich das Fahrrad oder ein Cross Trainer bewährt, da so die Kniegelenke geschont und nicht zu stark beansprucht werden. Joggen ist da eine schlechte Wahl, weil die Gelenke und Sehnen viele Stöße abfangen müssen, was langfristig zu Verletzungen führen kann.

Merkmale im Überblick:

  • breite Knochenstruktur, höheres Körpergewicht
  • speichert schnell Energie in Muskeln oder Fett
  • höherer Körperfettanteil, baut schnell Körperfett auf.
  • breite Hüften
  • runderer Körperbau
  • z.B oft Gewichtheber
  • vllt niedrige Kohlenhydrattoleranz
  • Ernährung: geregelte Kalorienzufuhr und optimale Nährstoffverteilung
  • Müssen stark auf Ernährung achten
  • Ausdauertraining zu empfehlen.

Du bist dir nicht sicher, welcher dein Körpertyp ist?


Das ist nicht verwunderlich. Die wenigsten Menschen lassen sich hundertprozentig zu einem der Körpertypen zu ordnen. Der menschliche Körper ist extrem komplex und verschieden, wie du bereits erfahren hast. Die Theorie über die Körpertypen stößt durch ihre Einfachheit schnell an Grenzen.

Verliere durch die verschiedenen Körpertypen nicht deine Motivation!

Den Körpertyp als Ausrede zu benutzen, ist ziemlich einfach. Allerdings kann man nicht sagen, dass jeder sportlich Aussehende einen mesomorphen Körpertyp besitz. Es kann sich genauso gut, um einen ektomorphen Athleten handeln, der viel Disziplin aufgebracht hat, um diesen Körper zu erreichen. Ein Körpertyp macht einen guten Körper nie unmöglich. Unmöglich wird es nur, wenn du den Körpertyp als Ausrede benutzt.

Lass Dich nicht von möglichen Nachteilen deines Körpertyps demotivieren! Ektomorphe Athleten können sehr wohl einen durchtrainierten Körper entwickeln und endomorphe ebenso einen durchtrainierten muskulösen Körper, wenn sie nur hart genug und diszipliniert dafür arbeiten.

Ich stehe dir auf dieser Seite mit seinem kompletten Wissen zur Seite. Stell deine Fragen gerne in den Kommentaren, ich freue mich, wenn ich dir helfen kann!

Sportliche Grüße

Ken Buser