Die 3 Körpertypen – Körpertyp bestimmen und für sich nutzen!

Der eine kann so viel essen, wie er möchte und nimmt nicht zu. Der andere nimmt bereits beim Anschauen des Essens zu. Das scheint unfair. Aber woran liegt das?

Eine mögliche Erklärung sind die drei Körpertypen oder auch Stoffwechseltypen genannt. Was das ist und wie du diese Theorie für dich nutzen kannst, erfährst du in diesem Artikel.

Der menschliche Körper

Der menschliche Körper ist ein Wunderwerk der Schöpfung. Im Wesentlichen besteht unser Körper aus Wasser, Knochen, Muskeln, Organen und Nerven, die wiederum aus Zellen aufgebaut sind. Der Mensch lässt sich in 10 Organsysteme unterteilen. Haut, Nervensystem, Bewegung und Stützapparat, Hormonsystem, Immunsystem, Atmungssystem, Herz-Kreislauf-System, Verdauung, Harntrakt und Fortpflanzungssystem.

Jeder menschliche Organismus ist nach den gleichen Prinzipien aufgebaut, dazu muss beachtet werden, dass jeder Mensch ein einzigartiges Individuum darstellt. Einige Menschen ähneln sich vielleicht, sind jedoch niemals exakt gleich.

So lässt sich nachvollziehen, warum jeder Mensch auf korrektes Muskeltraining mit Muskelwachstum reagiert. Unsere individuelle Veranlagung oder unser Erbgut hingegen führt dazu, dass manche Menschen erheblich schneller Muskelmasse aufbauen und Fett verbrennen als andere. In diesem Zusammenhang ist auch zu erwähnen, dass der Metabolismus, der Stoffwechsel, von Mensch zu Mensch unterschiedlich besser oder schlechter arbeitet.

Unter Stoffwechsel versteht man sämtliche im Körper ablaufenden chemischen Reaktionen, die dem Aufbau und dem Abbau von Stoffen dienen.

Die Reproduktion der Zellen und des Gewebes ist nicht nur zur Erzeugung von Nachkommen, sondern auch für den Stoffwechsel unerlässlich.

Der anabole Metabolismus wird als Aufbaustoffwechsel bezeichnet. Der katabole Metabolismus wird als Abbaustoffwechsel bezeichnet.

Wichtig für den Aufbau der Muskulatur ist das Wissen um die Verschiedenheit einzelner Körper. Der größte Unterschied liegt im Geschlecht der Männern und Frauen begründet. Denn das männliche Geschlechtshormon Testosteron ist – abgesehen von ein paar anderen Schilddrüsenhormonen – das überwiegend verantwortliche Hormon für größere Muskelmasse und den allgemein niedrigeren Körperfettanteil. Der allgemein höhere Testosteronspiegel spielt für das Training des Muskelaufbaus nur in einer Hinsicht eine Rolle. Männer können daher schneller und in größerem Umfang Muskelmasse aufbauen als Frauen.

Was für Frauen aus dieser Sicht kein Nachteil ist. Der Grund, warum sich viele Frauen heute noch scheuen, an Gewichten zu trainieren, ist der weitverbreitete Glauben, dass sie einen männerähnlichen muskulösen Körper aufbauen. Fakt ist jedoch, dass Frauen aus ihrer hormonellen Situation physiologisch gar nicht in der Lage sind, hohe Muskelzuwächse zu erzielen, da das Hormon Östrogen überwiegt. Männer können somit schneller und in größerem Umfang Muskelmasse aufbauen als Frauen.

Den Körpertyp bestimmen bei Mann und Frau

Doch auch innerhalb der Geschlechter finden sich ganz unterschiedliche Körpertypen, die man im Wesentlichen in drei Bereiche einteilen kann: ektomorph, mesomorph und endomorph. Hierbei muss erläutert werden, dass kein Mensch völlig eindeutig und exakt einem Körpertyp zugewiesen werden kann, sondern vielmehr Überschneidungen und Kombinationen von Merkmalen verschiedener Körpertypen auftreten, die so einen fließenden Übergang der drei Körpertypen darstellt.

Der ektomorphe Körpertyp


Dies ist der häufig untergewichtige, dünne und drahtige Mensch. Sie haben meist einen leichten Knochenbau und nehmen nur sehr schwer an Gewicht zu. Sie können ihr Körperfett meist sehr gering halten. Sie verfügen meist über einen flachen, kleinen Brustkorb, schmale Schultern sowie dünne Oberschenkel und zierliche Gelenke. Sie sind hervorragend für Ausdauer- und Schnellkraft- Sportarten geeignet.

Da die Ektomorphen meist dünn und schlank sind, haben sie vermehrt das Ziel, Körpergewicht zuzulegen. Ektomorphe verwerten ihre Energie meist sehr schnell und müssen so sehr viele Kalorien zu sich nehmen. Das erklärt denjenigen, der so viel essen kann, wie er möchte, ohne zuzunehmen.

Wieter haben sie meist eine dünne Knochenstruktur, was ihnen nicht erlaubt, so eine Muskelmasse aufzubauen wie ein mesomorpher Athlet. Eine geregelte Kalorienzufuhr und eine optimale Nährstoffverteilung sind für sie zwingend, um erfolgreich Muskelmasse aufzubauen. Wie das genau funktioniert, lernst du hier. Ausdauersport ist nur geringfügig zu empfehlen.

Merkmale im Überblick:

  • schlanker Körperbau
  • kurzer Oberkörper
  • wenig Körperfett
  • lange Arme und Beine
  • schmale Hände, Füße, Brust und Schultern
  • oft aktive Schilddrüse und Sympathikus
  • hohe Stoffwechselrate
  • Ernährung: viele Kalorien zu sich nehmen!
  • Am besten nur wenig Ausdauersport

Der mesomorphe Körpertyp


Dies ist wohl der Idealtyp im Hinblick auf Muskelaufbau. Sie sind muskulös, ihre Schultern sind breiter als die Hüften, sie verhalten sich im Gleichgewicht, nehmen gut an Masse zu und verlieren auch gut Körperfett. Sie sind die Allroundsportler und haben in aller Regel gute Anlagen zum Muskelaufbau. Eine geregelte Kalorienzufuhr und eine optimale Nährstoffverteilung sind für sie zum Aufbau qualitativer Muskelmasse zu empfehlen. Sie sollten zusätzlich ein ausgeglichenes aerobes Ausdauertraining wählen.

Merkmale im Überblick:

  • mittlere Knochenstruktur, athletischer körperbau
  • langer Oberkörper,
  • Sanduhr-Form bei Frauen, V-förmiger Oberkörper bei Männern
  • breite Brust und Schultern
  • baut tendenziell leicht Muskeln auf und verliert leicht Körperfett
  • Körperfett meist nur an Bauch und Hüfte
  • natürlich hoher Testosteronspiegel und viele Wachstumshormone
  • Ernährung: ausgewogen
  • Am besten ausgeglichenes aerobes Ausdauertraining

Der endomorphe Körpertyp


Sie sind schwer, stämmig und meist füllig und haben einen höheren Körperfettanteil und ein hohes Körpergewicht. Ihre Schultern sind meist ähnlich breit wie ihre Hüften. Da Endomorphe ihre Energie meist eher langsam verwerten, nehmen sie schnell an Masse zu, es fällt ihnen jedoch schwer, Körperfett abzubauen. Sie sind häufig das perfekte Beispiel für jemanden der gefühlt zu nimmt, wenn er das Essen anschaut.

Eine geregelte Kalorienzufuhr und eine optimale Nährstoffverteilung sind für sie von größter Bedeutung. Sie müssen penibel darauf achten. Für sie ist eine strukturierte Ernährung am sinnvollsten.

Sie sollten zusätzlich ein ausgeglichenes aerobes Ausdauertraining wählen. Bei schweren Athleten oder adipösen Sportlern hat sich das Fahrrad oder ein Cross Trainer bewährt, da so die Kniegelenke geschont und nicht zu stark beansprucht werden. Joggen ist da eine schlechte Wahl, weil die Gelenke und Sehnen viele Stöße abfangen müssen, was langfristig zu Verletzungen führen kann.

Merkmale im Überblick:

  • breite Knochenstruktur, höheres Körpergewicht
  • speichert schnell Energie in Muskeln oder Fett
  • höherer Körperfettanteil, baut schnell Körperfett auf.
  • breite Hüften
  • runderer Körperbau
  • z.B oft Gewichtheber
  • vllt niedrige Kohlenhydrattoleranz
  • Ernährung: geregelte Kalorienzufuhr und optimale Nährstoffverteilung
  • Müssen stark auf Ernährung achten
  • Ausdauertraining zu empfehlen.

Du bist dir nicht sicher, welcher dein Körpertyp ist?


Das ist nicht verwunderlich. Die wenigsten Menschen lassen sich hundertprozentig zu einem der Körpertypen zu ordnen. Der menschliche Körper ist extrem komplex und verschieden, wie du bereits erfahren hast. Die Theorie über die Körpertypen stößt durch ihre Einfachheit schnell an Grenzen.

Verliere durch die verschiedenen Körpertypen nicht deine Motivation!

Den Körpertyp als Ausrede zu benutzen, ist ziemlich einfach. Allerdings kann man nicht sagen, dass jeder sportlich Aussehende einen mesomorphen Körpertyp besitz. Es kann sich genauso gut, um einen ektomorphen Athleten handeln, der viel Disziplin aufgebracht hat, um diesen Körper zu erreichen. Ein Körpertyp macht einen guten Körper nie unmöglich. Unmöglich wird es nur, wenn du den Körpertyp als Ausrede benutzt.

Lass Dich nicht von möglichen Nachteilen deines Körpertyps demotivieren! Ektomorphe Athleten können sehr wohl einen durchtrainierten Körper entwickeln und endomorphe ebenso einen durchtrainierten muskulösen Körper, wenn sie nur hart genug und diszipliniert dafür arbeiten.

Ich stehe dir auf dieser Seite mit seinem kompletten Wissen zur Seite. Stell deine Fragen gerne in den Kommentaren, ich freue mich, wenn ich dir helfen kann!

Sportliche Grüße

Ken Buser

2 Kommentare
  1. Josi
    Josi says:

    Sehr guter Beitrag!
    Hilft eonem zu verstehen, das der Körperbau zwar eine Rolle spielt aber nicht zu 100% verantwortlich ist für Fitness-fortschritte.

    Antworten
    • Ken Buser
      Ken Buser says:

      Hallo Jossi,
      danke für deinen Kommentar. Genau das ist der Punkt!
      Man sollte sich dem Körpertyp bewusst sein und ihn für sich nutzen, aber nicht als Ausrede benutzen.

      Beste Grüße

      Antworten

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